…dann möchte man doch meinen, es stimmt etwas nicht mehr auf der Schule. Und genau das ist bei uns jetzt passiert.
Normalerweise bin ich ja ganz zufrieden mit unserem Direktor, ab und an gibt es vielleicht etwas doofe Entschlüsse, aber er hat zumindest seine Kontakte, so, dass wir beispielsweise das erste Gymnasium im Landkreis waren, die eine Mensa bekamen. Das, was gestern aber vorgefallen ist, sollte so eigentlich nicht sein.
Ausgangssituation: Ich bin in der K13 am Gymnasium derzeit und wir haben dort (gemeinsam mit der K12, also für die gesamte Kollegstufe) eine eigene Aula, getrennt vom Hauptgebäude, wo in den Pausen auch nur wir uns aufhalten dürfen, 11. Klasse und drunter ist es untersagt. Das hat den ganz klaren Vorteil, dass man dort seine Ruhe hat und nicht von kleinen herumschreienden und -laufenden Kindern bei der Arbeit gestört wird. Das war bisher schon immer so und ist auch jetzt noch so. Allerdings bekamen wir letztes und dieses Schuljahr jeweils 200 neue Fünftklässler dazu. Zusätzlich zu allen anderen Klassen. Wie ich damals an die Schule kam, waren wir ausgelegt für 800-900 Schüler – wir müssten derzeit bei 1200 oder so sein. Es erfolgten also Umbaumaßnahmen und die Stundenplaner sind immer am Schwitzen, wenn es darum geht, freie Räume zu finden.
Seit diesem Schuljahr wurde jetzt auch die Nachmittagsbetreuung zu uns in den Kollegstufenbau geschickt. An und für sich kein Problem. Doch gestern Nachmittag, als einige meiner Mitschüler dort arbeiten wollten, sagte man ihnen, sie sollen doch verschwinden, die Nachmittagsbetreuung sei hier. Die weigerten sich natürlich, konservativ wie man ist: das war schon immer so, wieso sollte es jetzt nicht sein dürfen, dass wir da sind? Also ging die Betreuerin zu einer Lehrerin, diese forderte uns dann endgültig auf zu verschwinden, wir hätten nach der 6. Stunde dort nichts mehr zu suchen. Das ganze ist scheinbar in einem sehr krassen Ton vorgefallen (ich bin – außer vom Sportunterricht – nicht betroffen, am Nachmittag in der Schule zu sein, aber man hat es mir mehrfach so erzählt). Die Entscheidung, die Nachmittagsbetreuung nun hier zu betreiben ist sowieso nicht so ganz nachvollziehbar. Man habe keinen freien Klassenzimmer, wo man auch Vorraum hat, damit andere Klassen nicht gestört werden. Komischerweise gibt es aber sehr wohl solche Räume, unsere Stufensprecher haben sich Raumpläne und alles angesehen und nachgeforscht. Es ist insofern schon beeindruckend, dass man den kleinen Schülern ihre Kollegen ersparen will mit dem Lärm und uns schickt man sie extra her obwohl wir kurz vor dem Abi stehen und das eigentlich unser Trakt ist?
Das härteste (deswegen auch der Titel): die gute Frau damals meinte doch, wir dürfen hier nicht sein, außer wir würden die 5. Klassen um Erlaubnis fragen. So weit ist es gekommen, dass man die ganz kleinen um Erlaubnis fragen muss, an einem Ort zu verweilen, der für uns vorgesehen ist.
Wir haben das alle nicht so hingenommen und die komplette Kollegstufe zusammengetrommelt, einen Brief an den Direktor geschrieben – samt rund 200 Unterschriften. Mal sehen, was sich tut, ich bin gespannt. Wollte das hier nur mal loslassen, weil ich es einfach nicht fair finde uns gegenüber.
Greetz,
Wozzap